Sprachen allgemein

Sprachen allgemein

Da die modernen Fremdsprachen zunehmend parallel arbeiten, was Hilfsmaterialien (Wörterbücher, DVDs etc.), Aufgabenformate (z.B. Mediation) oder curriculare Vorgaben angeht (z.B. mündliche Prüfungen in der Mittelstufe), sind unter dieser Rubrik vornehmlich Informationen zu finden, die Englisch, Französisch und Spanisch gemeinsam angehen.

 

Fremdsprachen am Julianum und Wörterbücher

Empfehlung der Anschaffung eines elektronischen Wörterbuches

Überprüfung der Kompetenz "Sprechen" (= mündliche Prüfungen in der Mittelstufe)

Kombinierte Aufgaben im Zentralabitur ab 2017 (inklusive Bewertungsraster für Sprachmittlung)

Die am Julianum gelehrten Fremdsprachen sind Englisch, Latein, Französisch und Spanisch. Die Schüler, die in Klasse 5 zu uns kommen, haben bereits an der Grundschule mindestens 2 Jahre Englischunterricht gehabt (der oftmals spielerisch ausgerichtet ist und hauptsächlich das Mündliche betont). Ab Klasse 6 kommt die zweite Fremdsprache hinzu, ab Klasse 8 kann Latein als dritte Fremdsprache von den Französisch- oder Spanischschülern hinzugewählt werden, und in der Oberstufe ist der Neubeginn einer zweiten Fremdsprache möglich, wenn die ursprünglich gewählte zweite Fremdsprache abgewählt worden ist.

Langfristig ist es für das Erlernen einer Fremdsprache unerläßlich, mit einem Wörterbuch zu arbeiten. In der Regel benutzt man zunächst zweisprachige Wörterbücher, um die jeweilige Bedeutung eines deutschen Wortes in der Fremdsprache nachzuschlagen, oder umgekehrt, um ein fremdsprachiges Wort ins Deutsche übersetzen zu können. Die sprachlichen Einheiten sind meist in einer alphabetisch sortierten Liste verzeichnet. Neben der Übersetzung enthalten zweisprachige Wörterbücher u.a. die sog. Lautschrift (mit deren Symbolik die richtige Aussprache eines Wortes erschlossen werden kann), Hinweise auf Wortarten oder Grammatik (z.B. die Konjugation von Verben), Beispielsätze und idiomatische Wendungen, die auf dem jeweiligen Wort basieren.

Für den fortgeschrittenen Lerner kommen später einsprachige Wörterbücher hinzu. In ihnen wird die Bedeutung eines fremdsprachigen Wortes in derselben Sprache mit sinnverwandten Wörtern beschrieben und erläutert. „Den Lernenden wird auf diese Weise ein aktiver und kreativer Zugang zur Fremdsprache vermittelt. Ohne den Umweg über die Übersetzung können Sachverhalte in der fremden Sprache erfasst und in eigenen Worten idiomatisch ausgedrückt werden.“ (vergl. http://www.langenscheidt.de/Einsprachige-Woerterbuecher)

Heutzutage unterscheidet man ausserdem Printwörterbücher und sog. Elektronische Wörterbücher. Ein Printwörterbuch ist ein Wörterbuch, dessen Inhalt in gedruckter Form vorliegt. Ein elektronisches Wörterbuch ist ein Wörterbuch, dessen Inhalt in digitaler Form vorliegt. Dies ermöglicht gegenüber dem gedruckten Wörterbuch auch multimediale Inhalte wie Spracherkennung, Animationen und Tonaufnahmen (d.h. man kann sich anhören, wie einzelne Wörter richtig ausgesprochen werden) sowie einfachere Verknüpfungsmöglichkeiten und Suchfunktionen. Elektronische Wörterbücher können für online- oder offline-Nutzung erstellt sein. (Anm.: Es gibt außerdem noch sog. Online-Wörterbücher. Das sind über das Internet abrufbare, datenbankbasierte Wörterbücher.)

Sehr geehrte Eltern,

die Fachgruppe Sprachen des Julianum empfiehlt ab Klasse 8 den Kauf eines elektronischen Wörterbuches (z.B. casio EWG 560 C, welches von der Schule bereits für Klausuren und zu Übungszwecken angeschafft wurde).

Im Gegensatz zu Print-Wörterbüchern sind die elektronischen Geräte schneller und leichter zu handhaben. Außerdem sind in einem elektronischen Wörterbuch immer gleichzeitig alle drei modernen Fremdsprachen (Englisch, Französich, Spanisch) sowie Latein und der Duden enthalten. Die Fachgruppe Sprachen spricht sich bewusst gegen die Benutzung von Apps aus, da die Qualität solcher Apps nicht ausreichend ist, die Nutzung von Smartphones in Klassenarbeiten und Klausuren zudem nicht gestattet ist und sich die Schüler bei der unterrichtlichen Nutzung von Smartphones ablenken lassen würden.

Falls Sie Rückfragen haben, dürfen Sie uns selbstverständlich gern kontaktieren.

Fachkonferenzleiterinnen
A.Grabenhorst-Nitschke (Englisch), C.Simons (Französisch), A. von den Driesch (Spanisch), A.Vaelske (Latein)

Information der Fachgruppe Sprachen zur

Überprüfung der Kompetenz Sprechen in der Mittelstufe

Im Zuge der Wiedereinführung von G9 in Niedersachsen (und im Zusammenhang mit den „Bildungsstandards für die fortgeführte Fremdsprache“, die ab 2017 gelten sollen) sind neue „Aufgabenformate in den modernen Fremdsprachen im gymnasialen Bildungsgang“ erarbeitet worden. Das bedeutet konkret: ab sofort soll mehrmals in der Mittelstufe die Kompetenz „Sprechen“ überprüft werden. Dazu wird pro Doppeljahrgang eine Klassenarbeit durch eine mündliche Prüfung ersetzt.
Vom Kultusministerium (vergl. Brief vom 2.11.2015) wird das Modell wie folgt erklärt:

Dem Grundsatzerlass Die Arbeit in den Schuljahrgängen 5 bis 10 des Gymnasiums zufolge (RdErl. d. MK v. 23.6.2015 - 33-81011 - VORIS 22410, Nr. 6.7) ersetzt die Überprüfung der Kompetenz „Sprechen“ in den Schuljahrgängen 5 bis 10 in allen modernen Fremdsprachen jeweils eine schriftliche Lernkontrolle pro Doppelschuljahrgang. Diese Regelung ist im Schuljahr 2015/16 auf die Doppelschuljahrgänge 5/6 und 7/8, für die zweite Fremdsprache auf den Doppelschuljahrgang 7/8, danach aufsteigend, anzuwenden. Im Doppelschuljahrgang 9/10 ist die Überprüfung der Kompetenz Sprechen spätestens ab dem Schuljahr 2017/18 verpflichtend. Da die zweite Fremdsprache i.d.R. erst in Schuljahrgang 6 einsetzt, ist die Sprechprüfung im ersten Lernjahr (d.h. im Schuljahrgang 6) fakultativ. Innerhalb eines Doppelschuljahrgangs kann der Zeitpunkt für die Überprüfung der Kompetenz „Sprechen“ frei gewählt werden.

Die Fachgruppe Englisch des Julianum hat sich mehrheitlich für den 6., 8. und aufsteigend den 10. Jahrgang ausgesprochen. In Französisch und Spanisch sollen die Schüler zunächst jeweils im 7. Jahrgang überprüft werden (ob dort aufsteigend dann der 9. oder 10. Jahrgang überprüft werden soll, wurde noch nicht entschieden).
Die Prüfungen finden i.d.R. als Paar-Prüfungen statt, und die Paare müssen von der Schule ausgelost werden (damit weder Absprachen der Schüler noch von Lehrerseite beeinflusste Paarungen möglich sind).
Prüfer ist der jeweilige Fachlehrer, der von einem weiteren Fachkollegen unterstützt wird. Das Prüfungsergebnis wird anhand eines (vorgeschriebenen) Bewertungsprotokolls ermittelt, das während der Prüfung (von beiden Kollegen) ausgefüllt wird, wodurch eine Nachbesprechung grundsätzlich nicht mehr nötig ist. Es gibt auch keine Vorbereitungszeit für die Schüler bzw. werden vorab keine speziellen Themen abgesprochen, sondern die Prüfung soll aus dem Unterricht erwachsen und den jeweiligen Stand der Sprechkompetenz dokumentieren.

Natürlich werden alle Schüler jeweils ausführlich über den Ablauf informiert, und nach Möglichkeit werden im Vorfeld Prüfungssimulationen im Unterricht durchgeführt.
Jede Prüfung besteht grundsätzlich aus 3 Teilen. In den ersten beiden Teilen sitzen die beiden Prüflinge nur nebeneinander und müssen sich individuell äußern, erst im dritten Teil wird eine Kooperationsleistung erwartet: auf ein kleines Interview (Aufwärmphase mit einigen persönlichen Fragen zu Alter, Familie, Hobbies usw.) folgt das sog. monologische Sprechen (z.B. Beschreibung von und themengestützte Äußerungen zu einem vorliegenden Bild) und erst dann der Dialog mit dem Gesprächspartner (meist ebenfalls basierend auf einem Bildimpuls), in dem es darum geht, ein bestimmtes Thema zu diskutieren und sich auf eine gemeinsame Lösung zu einigen. Je nach Alter der Schüler (und abhängig davon ob, es eventuell – z.B. bei ungeraden Klassenzahlen – eine 3er-Prüfung gibt) soll eine mündliche Prüfung zwischen 8 und 16 Minuten dauern.