Chemie

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Dechemax

Beim Dechemax Schülerwettbewerb 2016/2017 waren wir,(von links) Timon Dodt, Sophie Lübke, Charlotte Zaglas und Marius Welkerling aus dem Chemie-Leistungskurs 11C1 von Frau Juliane Gipp, erfolgreich.

webinar1An einem "Webinar" (interaktiven Online-Seminar) der Technischen Universität Clausthal nahmen Anfang November zwei Chemie-Leistungskurse des Julianum (J.Gipp, B.Voland) teil. Während der Vorträge zum Thema "Energiespeicherung" konnten die Kurse den Dozenten Fragen stellen, die sogleich beantwortet wurden.

Chemie Olympiade15 

Wie jedes Jahr findet auch in diesem Jahr die internationale Chemieolympiade(IChO) statt. Die IChO ist ein weltweiter Chemiewettbewerb, bei dem sich Teams aus über hundert Nationen in chemischen Aufgaben messen. Zur Ermittlung der vier Schüler, die Deutschland in diesem Wettbewerbsjahr vertreten werden, findet ein bundesweites Auswahlverfahren statt. Es besteht aus vier Runden, in denen theoretische und praktische Aufgaben aus allen Bereichen der Chemie gelöst werden müssen.

Chemie verbindet - unter diesem Motto findet zum 47. Mal die Internationale Chemieolympiade (IChO) statt. Daher fand auch in diesem Jahr das vierstufige Auswahlverfahren zur Ermittlung des deutschen Auswahlteams statt, bei dem bundesweit wieder alle Schülerinnen und Schüler bis zum Alter von 20 Jahren teilnehmen konnten. Dabei konnte ein Teilnehmerrekord erzielt werden, insgesamt 1716 chemiebegeisterte Schülerinnen und Schüler stellten sich zunächst sozusagen in Heimarbeit den komplizierten Aufgaben der ersten Runde - unter ihnen auch die eine Schülerin und ein Schüler des Gymnasiums Julianum, Johanna Kuhn und Nicolas Bömelburg. Beide meisterten die Aufgaben mit Bravour, Johanna wurde bundesweit 167. und Nicolas sogar 28.. Anhang 1

Damit qualifizierten sich beide für die zweite Auswahlrunde, in der über sechs Wochen ebenfalls wieder in Heimarbeit Aufgaben, die den Schulstoff bei weitem übersteigen, bewältigt werden mussten. Und auch hier erzielten die beiden beachtliche Erfolge und so qualifizierten sie sich zur Teilnahme am sogenannten Landesseminar, bei dem aus allen norddeutschen Bundesländern die besten 17 Teilnehmer zusammenkamen. Während dieser Woche in Hannover haben die beiden viele interessante Erfahrungen gesammelt und Kontakte geknüpft. So verbrachten sie drei Tage an der Leibniz Universität Hannover. Dort wurden neben den Praktikumsversuchen, die die Schüler durchführen durften, auf Vorträge gehört und die Universität besichtigt. ,,Also ich fand, dass diese Woche eine sehr wertvolle Erfahrung war, es hat Spaß gemacht und man konnte viel lernen!", betont Johanna Kuhn.

Doch damit war die Woche noch nicht beendet, es ging noch für zwei Tage in das Chemieunternehmen ,,Honeywell". So wurde also nicht nur die Forschungsseite, sondern auch die industrielle Seite beleuchtet. Neben einer Werksführung und spannenden Versuchen in den Laboren des Unternehmens gab es auch hier Vorträge und zahlreiche Gespräche mit Chemikern und Managern von ,,Honeywell“ und ,,Sigma Aldrich“. Damit konnten die Seminarteilnehmer Erfahrungen für ihr mögliches späteres Berufsleben sammeln. Alles in allem hat sich diese Woche für alle Beteiligten mehr als gelohnt! ,

,Ich kann diesen Wettbewerb wirklich nur jedem weiter empfehlen, der Interesse an Chemie hat. Und ich werde auf jeden Fall nächstes Jahr versuchen, wieder so weit zu kommen.“, konstatierte Nicolas Bömelburg, der sogar eine Urkunde der Kultusministerin für seine besonderen Leistungen erhielt.

Für Nicolas ging die Reise sogar noch weiter, denn er erreichte mit seinen Arbeiten in ganz Norddeutschland den zweiten Platz und qualifizierte sich damit für die dritte Auswahlrunde in Göttingen, bei der die bundesweit besten 60 Schülerinnen und Schüler sich Vorträge anhörten und zwei fünfstündige Klausuren schrieben. Dabei wurde das Anforderungsniveau weiter angehoben, das verlangte und abgefragte Wissen sollte bis zum vierten Semester des Chemiestudiums reichen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Nicolas diese Woche als sehr anstrengend empfand: ,,Also diese Woche war für mich die wohl anstrengendste meines Lebens, teilweise 8 Stunden Vorträge am Tag, das war schon eine Herausforderung!“.

Nach der für ihn erfolgreich verlaufenen Qualifikation in Göttingen reiste Nicolas gleich weiter nach Potsdam, wo die finale Auswahlrunde zur Europäischen Science-Olympiade stattfand. Dazu hatten sich die bundesweit fünf besten Schüler des Jahrgangs 98 und jünger qualifiziert. Sie absolvierten an der dortigen Universität drei praktische Tests à 1,5 Stunden in Biologie, Chemie und Physik. Um sich einen der zwei Plätze im Nationalteam zu sichern, musste dann noch ein vierstündiger Gruppentest absolviert werden.

,,Es hat zwar leider nicht bis ins Team gereicht, aber ich bin wirklich stolz, dass ich so weit gekommen bin. Und zu den besten fünf aus ganz Deutschland zu gehören, damit habe ich wirklich nicht gerechnet.", fasst Nicolas seine Erfahrungen aus dem diesjährigen Wettbewerb zusammen.

„Wir sind begeistert über die Erfolge von Johanna und Nicolas beim diesjährigen Wettbewerb. Besonders stolz macht uns natürlich vor allem die Tatsache, dass Nicolas es unter die fünf Besten deutschlandweit geschafft hat“, freut sich Studienrätin Juliane Gipp, die den Wettbewerb betreuende Lehrkraft am Julianum. Anhang 2